Gezielte Betonsanierung mit Hochdruckwasser.

Vorrangiges Ziel jeder Betonsanierung ist es, die schadhaften Stellen zu entfernen, ohne dabei das umliegende Material oder die Stahlarmierung zusätzlich zu beschädigen. Im Gegensatz zum Presslufthammer, dessen Krafteinwirkung bis tief in das Gefüge und weit in das Gebäude übertragen wird, wirkt das WOMA Höchstdruck-Wasserstrahlen sehr lokal und gezielt auf die zu bearbeitende Stelle ein. Dadurch wird kaum Körperschall auf das Bauwerk übertragen und die Bildung von Spannungsrissen vermieden.

Bedingt durch die Selektivität der Wasserkraft wird die Stahlarmierung weder getrennt noch verletzt. Dies wirkt sich bei der Beseitigung minderfester Schichten zusätzlich positiv aus, weil Schwachstellen wie lokale Risse während der Bearbeitung automatisch mit ausgespült werden.

Als besonders problematisch gilt Stahlbeton, weil dessen Stahl-Armierung mit der Zeit korrodiert. Ursache hierfür ist in erster Linie die Carbonatisierung des Betons, eine chemische Reaktion, bei der durch das Einwirken von Wasser und Luft der pH-Wert des Betons auf 10 oder darunter sinkt. Dieser Verlust des schützenden alkalischen Milieus ermöglicht Bewehrungskorrosion, die schwerwiegende Schäden am Stahlbeton verursacht. Wenn dieser Prozess durch Risse oder Abplatzungen des Betons sichtbar wird, ist eine Sanierung unumgänglich, um die statische Tragfähigkeit des Bauwerks zu erhalten. Dazu wird die Stahlarmierung im betroffenen Bereich freigelegt, um gezielt den Korrosionsschutz wiederherzustellen.